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News - Archiv 2012

18.09.2012

Deria hat ihren Abschluß geschafft!!

Deria darf mit Recht stolz sein!

Liebe Freunde und Förderer der Kinderoase!

Wir freuen uns sehr Euch mitteilen zu können, dass Deria am Samstag ihren feierlichen Examensabschluß hatte. Sie ist nun staatlich geprüfte Hebamme.

Es war und ist ein harter Weg für sie, denn sie bekam von ihrer Familie keinerlei Unterstützung. Im Gegenteil. Die ungünstigen familiären Verhältnisse, drängten sie in eine frühe Heirat, um Ruhe zu haben, wie sie damals sagte. Zum Glück hat ihr Mann sie immer sehr unterstützt. Wir sind sehr stolz auf sie, dass sie es trotz aller Hindernisse, mit ihrem großen Ehrgeiz, wirklich eisernen Disziplin und ihrer Intelligenz nun geschafft hat.

Sie ist das erste „ Oasenkind“ das mit Hilfe der Kinderoase seine Ausbildung abschließen konnte. Sie muß jetzt erst ca 5 Jahre für die Regierung arbeiten, davon unbestimmte Jahre ohne Gehalt, bis sie sich selbständig machen kann. Da frühestens ab Sommer 2013 damit zu rechnen ist, einem Arbeitseinsatz der Regierung zu folgen, haben sie und ihr Mann sich entschieden in der Wartezeit ein Baby zu bekommen. Für eine Hebamme, die selbst keine Geburt durchgemacht hat, ist es schwierig das Vertrauen der Patientinnen zu bekommen. Das Baby wird im Dezember kommen. In der Zwischenzeit, wird Deria in der Oase mithelfen um ihren Kredit weiter zurückzubezahlen.



23.02.2012

Die Initiative gegen Dengue und Müll hat begonnen

"Om Ade, wie..."

Es ist nicht so einfach mit alten Gewohnheiten zu brechen. Ganz langsam versuchen wir schon seit langer Zeit den Kindern einen Sinn für Sauberkeit zu vermitteln. Immer wieder in ganz kleinen Schritten. Nach dem Denguefieber, spüren wir das dieses Problem immer dringlicher wird. Unsere Möglichkeiten sind natürlich begrenzt. Wenn den Kindern das Thema Umwelt aus dem Hals raushängt, haben wir nichts gewonnen.
Wir versuchen nun, mit vielen kleinen Aktionen, den Dorfbewohnern das Thema immer wieder vor Augen zu führen und die Kinder zu ermutigen sauberer zu leben.



Körperpflege

Reinlichkeit fängt bei einem selbst an. Wenn die Kinder sich in schmutzigem Zustand unwohl fühlen, werden sie auch mehr darauf achten, dass ihr Umfeld sauber ist. Durch Spenden kam ein Vorrat an Zahnpasta und Shampoo zusammen, das Zähneputzen ist inzwischen für die Kinder zur täglichen Routine geworden. Und um Kadeks Frage zu beantworten (siehe erstes Bild) wird zweimal in der Woche geduscht und auch die Haare gewaschen. Daneben lernen die Kinder auch, wie man Läusen den Garaus macht.

Aufräumaktion

Die Kinder der 4.-6. Klasse sind jetzt aktiv geworden. Sie haben das Haus von einem Oasenkind besucht und dort Plastik gesammelt. Dabei der Mutter gesagt, das sie den Müll den sie nicht verbrennen oder vergraben kann doch in einen Sack tun soll. Einen Sack haben sie ihr gleich dagelassen.
Aus den Tüten sollen später Seile gedreht werden. Schnur brauchen wir immer. Mehr Bilder davon gibts auf unserer Bilderseite




08.01.2012

Kinderwünsche für 2012

Liebe Freunde der Kinderoase!
Wir hoffen, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Am Ende des alten Jahres haben wir noch einmal zusammen überlegt wie das Jahr 2011 für jedes einzelne Kind war. Alle Kinder haben später ihre persönlichen Wünsche für 2012 aufgeschrieben und sie unter die Decke der Aula gehangen. Erstaunlich war, dass sich fast alle Kinder mit dem Umweltschutz auseinandersetzten und auf eine intaktere Umwelt hoffen. Das ist bei den vielen Naturkatastrophen hier auch verständlich.

Wünsche der Kinder für 2012








In der Bildergalerie gibt's ein paar Beispiele zum Durchblättern. Dazu einfach auf die rechte oder linke Seite der Bilder klicken.


08.01.2012

Dengue Epidemie in Jagaraga

Weka im Krankenhaus

Vor Weihnachten kam WK mit Dengue Fieber ins Krankenhaus. Da er keine Eltern hat, war ich mit ihm im Krankenhaus, denn ohne Pflege durch Angehörige wird man hier nicht gepflegt. Die Angehörigen müssen die Medikamente besorgen, oft von weit her, müssen füttern, waschen, zur Toilette helfen und im Notfall das Personal rufen, das für Fiebermessen und Spritzen zuständig sind.

Bunter an ihrem Geburtstag, mit 39,8 Fieber.

Silvester haben wir mit den Kindern ab der 5. Klasse gefeiert. Bunter hatte Geburtstag. Leider waren wir aber die meiste Zeit damit beschäftigt von Haus zu Haus zu eilen um Wadenwickel zu machen und Fieber zu messen, denn inzwischen waren 5 weitere Kinder mit Dengue infiziert, welches durch Mücken übertragen wird. Die Eltern wußten nicht, was sie mit ihren Kindern tun sollten, die zum trinken kaum noch den Kopf heben konnten und alle um die 40 Fieber hatten.

Inzwischen sind ca. 40 Personen betroffen, einige in der Klinik, die nun voll ist, andere im Krankenhaus, manche noch zu Hause. Inzwischen war die Gesundheitsbehörde im Dorf und hat aufgeklärt, woher Dengue kommt und die Menschen aufgefordert ihr Dorf aufzuräumen.

Ein paar Bilder von den Ursachen
(anklicken zum Vergrößern, rechts oder links im Bild klicken zum Blättern)

Wir mußten die Oase am Mittwoch schließen, sind aber weiter mit Krankenhausbesuchen und der Koordinierung des großen Aufräumens beschäftigt. Das große Problem ist, das alle Abwässer vom Spülen und Waschen nicht in einen Tank geleitet werden, sondern einfach auf die Erde laufen. Dadurch ist an jedem Haus stehendes Wasser, das Brutstätte für die Mücken ist.
Außerdem gibt es im Dorf keine Müllabfuhr, der Müll liegt überall herum, das Wasser steht dort und die Mücken können brüten.

Die Oase macht schon seit einem Jahr darauf aufmerksam und schlägt Lösungen vor, aber bis jetzt waren die Leute nicht bereit darauf einzugehen. Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt etwas zu ändern, denn es ist wirkliche Panik im Dorf. Einige haben mich gefragt, wie sie helfen können, im Moment müssen die Kinder erst mal gesund werden und dann sehen wir weiter. Sie sind ziemlich schwach, weil sie meist so untergewichtig sind. Zum Glück hatten wir am Ende des Jahres eine Spende für Vitamintabletten bekommen. Die werden wir jetzt gut brauchen können. Wir werden Euch informieren, wenn die Krise vorbei ist. Bis dahin sind wir mit den Kranken beschäftigt.

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